Briefe und Schriftwechsel

Umbau Hauptsammler Cannstatter Straße / Brief vom 22.08.2017 an das Tiefbauamt der Stadt Stuttgart

↓ Nachtrag 25.08.2017

Stuttgart, 22. August 2017

OFFENER BRIEF
an den Leiter des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart, Herrn Wolfgang Schanz 

Betrifft: Umbau Hauptsammler Cannstatter Straße / Engstelle für Düker-Anschluß

Sehr geehrter Herr Schanz,

Die Bahn läßt z.Zt. am Ausgang aus der Klett-Passage in den Mittleren Schlossgarten den Abwasser-Hauptsammler „Cannstatter Straße“ abändern, um hier einen Anschlussschacht für den Zulauf-Kanal zum „Cannstatter Düker“ einzufügen. Hierzu wurde der bestehende Abwasserkanal DN 2.000 Ø auf etwa 4 m Länge vollständig abgebrochen.

Wie aus dem nachfolgenden Bild vom 20.8.2017 zu ersehen ist, wurde dazu der Bestandskanal beiderseits der Trennstelle zugemauert und nur ein Not-Ablauf in Form von drei Kunststoffrohren mit lediglich ca. 25 cm Durchmesser eingebaut. Diese Maßnahme ist völlig unzureichend; der Rohrquerschnitt wurde damit von über 3 m² auf ca. 0,15 m² verringert, das sind nur noch etwa 5 % vom Ausgangs-Querschnitt!

Umbau Abwasserkanal Cannstatter Straße
Zulauf Düker Cannstatter Straße

Weiterlesen ...

Innovatorisches Scheitern als Regelfall? Vortrag von Prof. Dr. Dr. Utz-Hellmuth Felcht, dem Aufsichtsratvorsitzender der Deutschen Bahn AG am 5.5.2017

Innovatorisches Scheitern als Regelfall?

Fallbeispiele und Strategien aus der Wirtschaft

Prof. FelchtÖffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Dr. Utz-Hellmuth Felcht, dem Aufsichtsratvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, am 5. Mai 2017 im Senatssaal der Universität Stuttgart vor etwa 50 Zuhörern.

Zusammenfassung des Vortrags

(Dipl. Phys. Wolfgang Kuebart, Dipl.-Ing. Fridtjof Schmidt-Eisenlohr, Dipl.-Ing. Ulli Fetzer)

Prof. Felcht (→Wikipedia) ist seit 2010 Aufsichtsratsvorsitzender der DB AG. In seinem etwa halbstündigen - sehr interessanten - Vortrag berichtete er von den Gründen des Scheiterns von Innovationen an Hand von Beispielen.

Grundthese: Innovatorisches Scheitern ist möglicherweise der Regelfall. Ohne den Irrtum gibt es keinen Erfolg.

Er wollte sich bei seinem Vortrag auf Fälle in der Wirtschaft beschränken, dabei sollte weder die Elbphilharmonie noch der BER angesprochen werden. Dass er in diesem Zusammenhang Stuttgart 21 nicht einmal erwähnte, erzeugte bereits am Anfang einige Unruhe im Saal.

Weiterlesen ...

Masse-Feder-System - Antwort des MVI auf unseren Brief vom 07.02.2017

Das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg (MVI) antwortete am 15.3.2017 auf unseren Offenen Brief an Verkehrsminister Winfried Hermann » Masse-Feder-System stellt Verkehrstauglichkeit in Frage.

Antwortbrief

Die Antwort des Ministeriums bedeutet erst einmal Entwarnung in dieser Frage, aber auch, dass man spätestens nach der Hälfte der Lebensdauer der Tunnel eine mehrwöchige Schließung einzelner Tunnel benötigt, um das System zu überholen. Heute suggeriert man uns, man könne das bestehende System des Kopfbahnhofs mit den Überwerfungsbauwerken nicht unter rollendem Rad renovieren, nur um uns ein System hinzustellen, das weniger leistungsfähig, nicht erweiterbar und noch einmal schwerer zu überholen ist. 'Nach uns die Sintflut' ist die Prämisse der Verantwortlichen!

Masse-Feder-System stellt Verkehrstauglichkeit in Frage

07.02.2017: OFFENER BRIEF an Verkehrsminister Winfried Hermann

Offener Brief

Bereits mehrfach haben wir zum Bahnprojekt Stuttgart 21 Stellung genommen, insbesondere wegen der Probleme, die mit den Schlagworten Kosten, Gleisneigung, Kapazitätsrückbau, Brandschutz und Sicherheit in den Tunneln gekennzeichnet sind.

Gleichwohl befassen wir uns auch mit Problemen des späteren Betriebs des geplanten Tunnelsystems, so auch im Folgenden mit der Verwendung eines sog. „Masse-Feder-Systems“ für die Schienenlagerung, dessen Verwendung bei einem eventuellen Betrieb – sollte er trotz unserer generellen Bedenken Wirklichkeit werden – nicht nur hohe Wartungs- bzw. Instandhaltungskosten mit sich bringen würde, sondern insbesondere auch für den notwendigen Austausch der Elastomerlager jeweils monatelange Sperrungen der Tunnel nach sich ziehen. Der Stuttgarter Hbf  wäre dann nur noch eingeschränkt mittels Notfahrplan erreichbar. Das aber kann keine zukunftsorientierte Lösung sein.

Weiterlesen ...

2017-01-18: Brief an OB Kuhn wegen Verjährung der DB-Ansprüche

Die DB AG hatte nachweislich intern schon im März 2011 davon Kenntnis, dass das Vorhaben „Stuttgart 21“ erhebliche Mehrkosten über die Finanzierungsvereinbarung von 2009 hinaus erfordern werde. Ende 2012 stand die DB AG Mehrkosten in Höhe von 2,3 Mrd. € öffentlich ein. Die Ansprüche sind demzufolge bereits Ende 2014, spätestens jedoch Ende 2015 verjährt. [..]  Brief 

Weiterlesen ...