Vorstellung eines S21-Brandschutzgutachtens von Hans Heydemann und Dr. Christoph Engelhardt am 29.10.2018

29.10.2018

Dipl. Ing. Hans Heydemann, Stuttgart und Dr. Christoph Engelhardt, München haben in einem vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 beauftragten Gutachten die Risiken und Auswirkungen eines Brandes bei Stuttgart 21 untersucht und das aktuelle Brandschutzkonzept der DB AG bewertet. Das gesamte Gutachten (170 Seiten, 13 MB) können Sie vom Faktencheckportal WIKIREAL.org als PDF herunterladen.

Eine stichwortartige Zusammenfassung des Gutachtens finden Sie auf der Webseite des Aktionsbündnisses →Neues Gutachten: Risiken und Auswirkungen eines Brandes bei Stuttgart 21.

Es wurde am Vormittag des 29.10.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz der Presse und den Medien

Pressekonferenz zum Brandschutzgutachten
Pressekonferenz zum Brandschutzgutachten

und am Abend im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses im Rahmen einer von der Fraktion SÖS LINKE PLUS veranstalteten Podiumsdiskussion der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.


Blick in das Publikum während der Podiumsdiskussion zum Brandschutzgutachten

Die Einführung machte der Co-Fraktionsvorsitzende der Fraktion SÖS LINKE PLUS, Thomas Adler.

Auf dem Podium haben Platz genommen:

  • Hans-Joachim Keim, international renommierter Brandschutzexperte und Gutachter der Tunnelbrandkatastrophe von Kaprun mit 115 Toten. 
  • Dipl.-Ing. Hans Heydemann, hat jahrelange Recherchen zum Brandschutz in einem Gutachten mit Dr. Christoph Engelhardt zusammengetragen. Ergebnis: Der Brandschutz bei S21 ist nicht genehmigungsfähig
  • Dr. Christoph Engelhardt, Brandrisiko-Faktoren bei Stuttgart 21 und seinen Tunnelbauten, Richtlinien und internationaler Vergleich
  • Dr. Kathrin Grewolls, Ingenieurbüro für Brandschutz Ulm/Chemnitz stellte eine Simulation der Verrauchung und Evakuierung bei einem S21-Tunnelbrand vor
  • Martin Poguntke, Aktionsbündnis: mit einem Resumée als Appell an Politik und DB: Übernehmen Sie Verantwortung!
  • Moderation: Hannes Rockenbauch, Co-Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS Linke PluS

Trotz erfolgter Einladung waren keine Vertreter anderer Fraktionen oder der Stadt anwesend. Der ebenfalls eingeladene Brandschutzexperte der Deutschen Bahn, Hans-Jürgen Bieger hat abgesagt, Dr. Frank Knödler, der ebenfalls eingeladene Leiter der Branddirektion der Stuttgarter Feuerwehr (CDU) hat es nicht einmal für nötig gefunden, abzusagen oder einen Vertreter zu schicken. Ein Skandal wie wir finden.

Schwere Brandereignisse bei der Bahn sind gar nicht so selten wie immer gerne behauptet wird. Dazu braucht man nur sich nur den ganz aktuellen ICE-Brand bei Montabaur anschauen, bei dem gleich mehrere Schutzengel am Werk waren. Wäre der Zug im Tunnel zum Stehen gekommen, hätte es sehr viele Tote gegeben. Dann wäre das Geschrei groß gewesen und Bahn und Behörden hätten die Schuld hin- und hergeschoben.


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