Alternative Baustellenführungen

Bekanntlich macht die Deutsche Bahn neben den Tagen der ‚Offenen Baustelle' auf besondere Einladung individuelle Baustellenführungen für kleinere Besuchergruppen u.a. in dem Baugelände für den Tiefbahnhof (PFA 1.1 - Talquerung) oder den Zulauftunnel. Auch die Ingenieure22 haben schon solche Führungen auf dem Baugelände PFA 1.1 mitgemacht.

Die „Alternativen Baustellenführungen" werden von Mitgliedern der Gruppe Ingenieure22, oft zusätzlich noch von Mitgliedern des Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 unterstützt, veranstaltet. Sie sind alternativ, weil auch Baumängel, -verzögerungen, die wegen ungenügender Planung erforderlichen zahlreichen Planänderungen usw. thematisiert werden. Die Führungen sollen den Teilnehmern auch von außerhalb Stuttgarts die Möglichkeit bieten, sich ein von Werbeversprechungen der DB unabhängiges Bild von der Baustelle und Stuttgart 21 machen zu können. Im Gegensatz zu den offiziellen Führungen der DB finden diese ausschließlich auf öffentlich zugänglichem Gelände (barrierefrei!) statt, die Teilnehmerzahl ist nicht begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie finden normalerweise am ersten Mittwoch der Monate März-Oktober statt.

Die Führung beginnt immer am Rondell des Südausgangs des Hauptbahnhofs (Ausgang am Bahnhofsturm). Nach einer kurzen Einführung geht es in den Schlossgarten (Eingang von der Klett-Passage), am Oberhaupt des Cannstatter Dükers vorbei, weiter der Schillerstraße entlang bis zum Ferdinand-Leitner-Steg mit Blick auf die Baustelle des Nesenbachdükers und der neuen Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie, weiter über den Fußgänger-/Radfahrer-Steg, der die Tiefbahnhofbaustelle überspannt und einen ganz guten Überblick über die Baustelle und den Baufortschritt ermöglicht.

Von dort geht es durch den Biergarten, vorbei am Grundwassermanagement und über den (von einem Mitglied der Ingenieure22) so genannten ‚Löwengang' in Richtung des provisorischen Querbahnsteigs des Hauptbahnhofs.

Alternative Baustellenführung am 5.10.2016

Auch vom Löwengang hat man gute Ausblicke auf die Baustelle. Weiter geht es in Richtung Nordausgang. Dort kann u.a. der Baufortschritt des Hauptsammlers West, der ebenfalls gedükert werden muss, in Augenschein genommen werden.

An interessanten Stellen werden Erklärungen zum Stand der Bauarbeiten, zu den vielen Problemen von Stuttgart 21 und dem Umstiegskonzept Umstieg 21 abgegeben, Themen, die bei den offiziellen Führungen der DB zwangsläufig kaum zur Sprache kommen. Bei den letzten Führungen nahmen auch Mitarbeiter der DB zur Beantwortung von speziellen Detailfragen teil.

Die Dauer einer solchen Führung beträgt ca. 2 Stunden.